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Stand: 13.11.2018

Pressemitteilung

Das Ziel ist noch nicht erreicht

100 Jahre schon, im Durchschnitt 3- 4 Generationen, wird der Internationale Tag der Frau gefeiert.

„Der kurz Internationaler Frauentag oder Weltfrauentag genannte Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen .“ (Zitat aus Wikipedia)

Auch wenn in Deutschland, und damit ebenso in Bayern, das Wahlrecht für Frauen mittlerweile als selbstverständlich wahrgenommen wird, so bleibt doch noch viel zu tun, damit auch das gesamte gesellschaftliche Wirken von Frauen diejenige Wertschätzung erfährt, die es unserer Meinung nach verdient.
Denn es sind Aktivitäten von Frauen, auf die eine funktionierende Gesellschaft nicht verzichten kann, wie beispielsweise die Berufsausübung in den unterschiedlichsten Wirtschaftssparten, die Erziehungstätigkeit, die Pflegetätigkeit bei Krankheit von Kindern und Familienangehörigen, das ehrenamtliche und berufliche Engagements im sozial-caritativen und kirchlichen Bereich.

Seit über hundert Jahren kümmert sich der Sozialdienst katholischer Frauen als Frauenfach­verband bundesweit besonders um Frauen und ihre Familien in kritischen Lebenslagen.
In Bayern sind 2009 beispielsweise über 2000 Menschen im SkF beschäftigt. Knapp 90 Prozent davon sind Frauen, etwa die Hälfte engagiert sich ehrenamtlich in so unterschiedlichen Bereichen wie Kinder- und Jugendhilfe, Adoptions- und Pflegekinderdienste, Häusliche Gewalt, Familien- und Schwangerenberatung, Vormundschaften, Betreuungen nach BtG bis hin zur Gefährdeten­hilfe.

Die Lage für Frauen hat sich aufgrund veränderter Gesetze im Laufe der Zeit deutlich verbessert. Aus Sicht der Praktikerinnen des SkF in Bayern bleibt jedoch festzustellen, dass wegen fehlender Rahmenbedingungen zur Umsetzung eine reale Chancengleichheit und gesellschaftliche Anerkennung der erbrachten Leistung – nicht nur in ideeller, sondern auch in finanzieller Form – nicht existieren.

Daher lohnt es sich, den Weg zur Anerkennung der weiblichen Leistung in der Gesellschaft konsequent weiter zu gehen.
Mit dem Thema der Bayerischen Landestagung vom 9. – 10. Mai 2011 „Familienfreundliche Zeiten? - Balanceakt im Spannungsfeld zwischen Sorgeverantwortung und Existenzsicherung“ wird die heutige Situation der Frau und der Familie näher betrachtet - eine Ist-Analyse als Voraussetzung für Änderung.

München, 7. März 2011

 

Elisabeth Maskos
Landesvorsitzende