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Stand: 13.11.2018

Pressemitteilung

Eine Familie zum Glücklichsein - Jugendliche wünschen sich Familie und Kinder

Nach wie vor ist bei vielen Jugendlichen der Wunsch, in einer Familie zu leben und später selber Kinder zu haben, stark ausgeprägt. So meinen laut der diesjährigen Shell-Studie 75 Prozent der weiblichen und 65 Prozent der männlichen Jugendlichen, man brauche eine Familie zum Glücklichsein.

Wie sich allerdings dieses „Glücklichsein“ erreichen lässt, darüber sind die Vorstellungen der Jugendlichen sehr diffus. Denn immer noch starten junge Paare mit völlig illusorischen Vorstellungen hinsichtlich ihres Zusammenlebens und der Gestaltung ihres zukünftigen Familienlebens in die Familienphase. Der anfänglichen Begeisterung folgt sehr bald eine große Ernüchterung hinsichtlich der übernommenen Verantwortung, aber auch  Unsicherheit hinsichtlich einer partnerschaftlichen Gestaltung des Familienlebens und  der erforderlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerade bei Familien mit mehreren Kindern.

Hinzu kommt, dass die Erwartungen an Familien hoch sind, sowohl in der Gesellschaft als auch in den Familien und bei den Jugendlichen selbst. Eltern wollen ihre Kinder nach besten Kräften erziehen, deren Entwicklung fördern und ihnen Sicherheit und emotionalen Rückhalt bieten. Nicht selten sind Familien bei dem Versuch, diese Ziele zu erreichen, überfordert.

Um Eltern bei der Wahrnehmung ihres Erziehungsauftrags zu stärken, bieten die 16 Ortsvereine des SkF in Bayern ein breites Spektrum an Beratung und Hilfen. Im Bereich „Familienbildung“ führt die SkF-Landesstelle mit großem Erfolg Elternkurse mit dem Titel „Starke Eltern-Starke Kinder“ für Elterngruppen, aber auch für Klientinnen der Frauenhäuser, Mutter-Kind-Einrichtungen und Schwangerenberatungsstellen durch.

Die Kurse - nach einem Konzept des Deutschen Kinderschutzbundes - sollen Eltern dabei unterstützen, ihre alltäglichen Probleme lösen zu lernen. Sie haben das Ziel, Eltern in die Lage zu versetzen, sich ihrer eigenen Werte und Erziehungsziele bewusst zu werden und Mut zu den eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, aber auch sie in ihrem Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein zu stärken, um dadurch Kommunikation und Kooperation in der Familie zu verbessern.

In diesem Zusammenhang  appelliert der SkF als Verband der Kinder- und Jugendhilfe anlässlich des Weltkindertages an die in Politik und Gesellschaft Verantwortlichen, sich wirksamer als bisher für die Verbesserung der erforderlichen Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern einzusetzen.

20. September 2002                                                                        Margarete Richardi
                                                                                                         Vorsitzende