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Stand: 13.11.2018

Pressemitteilung

Erfolgreiche Katholische Schwangerenberatung in Bayern

 

Die 23 katholischen Schwangerenberatungsstellen in Bayern, die vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und von der Caritas geführt werden, sind in wachsendem Maße bei ratsuchenden Frauen gefragt. Im Jahr 2000, als die Beratungsstellen noch im System der staatlichen Schwangerenberatung wirkten, wurden 14.318 Beratungsfälle gezählt. Im Jahre 2002 wuchs diese Zahl auf 15.214 Beratungsfälle und noch einmal im Jahr 2003 auf 16.166.

Diese Beratungszahlen zeigen, dass die im Auftrag der bayerischen Bischöfe tätige katholische Schwangerenberatung nach wie vor erfolgreich ihren unverzichtbaren Beitrag zum Schutz des Lebens ungeborener Kinder und zur Solidarität mit Müttern und ihren Kindern in Schwierigkeiten und Notlagen leistet. Es gibt eine große Zahl von Frauen, die sich gegen einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, aber Beratung und Hilfe benötigen, weil sie eine schwierige Lebenslage zu bewältigen haben. Es kommen auch Frauen, die in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft Probleme und Fragen haben, ob sie ihr Kind annehmen können. Sie kommen in die katholische Schwangerenberatung, obgleich sie wissen, dass sie dort keine Beratungsbestätigung erhalten. Die Frauen bringen den Beraterinnen der katholischen Schwangerenberatung ein großes Vertrauen entgegen. Sie wissen auch, dass sie dort vielfältige Hilfen finden, die sie benötigen, wenn sie sich für ihr Kind entscheiden.

Angesichts einer steigenden Zahl von Spätabtreibungen haben die katholischen Beratungsstellen ihr Angebot der psychosozialen Beratung erweitert. In dieser Beratung werden Mütter und Väter im Zusammenhang mit vorgeburtlichen Untersuchungen begleitet. Sie suchen Rat, wenn es um die Entscheidung für oder gegen solche Untersuchungen geht. Sie suchen Hilfe für eine tragfähige Entscheidung zugunsten des Lebensrechtes ihres ungeborenen Kindes.

Einen großen Raum nimmt auch die vorbeugende Beratung ein. Dabei geht es um den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Sexualität und eine   an dieser Verantwortung orientierte Aufklärung. Diese Beratung bleibt auch deswegen notwendig, damit es nicht vermehrt zu unerwarteten Schwangerschaften von minderjährigen Mädchen kommt. Die Beratung wird daher von Seiten der Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen verstärkt angefragt.

Um das umfassende Angebot der katholischen Schwangerenberatung zu sichern, werden die Beratungsstellen seit 2001 zu 100 Prozent von den bayerischen Bischöfen finanziert. Die Beratungsstellen im System der staatlich anerkannten Beratung erhalten in Bayern dagegen zu 95 Prozent staatliche und kommunale Mittel. In vielen anderen Bundesländern werden die katholischen Beratungsstellen auch vom Staat finanziell gefördert, weil dort die Leistungen in der Schwangerenberatung auch von Seiten des Staates anerkannt werden. Wenn der Staat ein Beratungskonzept vorgibt, das dem Lebensschutz dient, darf er nach dem Gleichheitsgrundsatz nicht Einrichtungen von der finanziellen Förderung ausschließen, die diese Schutzpflicht eindeutig erfüllen, wie das der Sozialdienst katholischer Frauen und die Caritas auch in Bayern tun. Wenn eine Förderung ausschließlich auf Beratungsstellen eingeschränkt ist, die Beratungsscheine ausgeben, wird die Zielsetzung des Beratungskonzepts verfehlt, dem Schutz des ungeborenen Lebens uneingeschränkt zu dienen.

München, 15. März 2004

Margarete Richardi

Vorsitzende