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Stand: 13.11.2018

Pressemitteilung

Erfolgreiche katholische Schwangerenberatung in Bayern

 

Die 23 katholischen Schwangerenberatungsstellen in Bayern, die vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und von der Caritas geführt werden, sind in zunehmendem Maße bei ratsuchenden Frauen gefragt. Im Jahr 2000, als die Beratungsstellen noch im System der staatlichen Schwangerenberatung wirkten, wurden 14.318 Beratungsfälle gezählt. In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Beratungsfälle stetig an und umfasste im Jahre 2004 insgesamt 16.436 ratsuchende Frauen und ihre Familien.

Diese Beratungszahlen zeigen, dass die im Auftrag der bayerischen Bischöfe tätige katholische Schwangerenberatung weiterhin erfolgreich ihren unverzichtbaren Beitrag zum   Lebensschutz ungeborener Kinder und zur Solidarität mit Müttern und ihren Kindern in Not leistet. Es kommen viele Frauen, die sich gegen einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, aber Beratung und Hilfe benötigen, weil sie eine schwierige Lebenslage zu bewältigen haben. Es kommen aber auch Frauen, die in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft Probleme und Fragen haben, ob sie ihr Kind annehmen können. Sie kommen in die katholische Schwangerenberatung, auch wenn sie wissen, dass sie dort keine Beratungsbestätigung erhalten. Sie setzen großes Vertrauen in unsere Beraterinnen und wissen auch, dass sie dort vielfältige Hilfen finden, wenn sie sich für ihr Kind entscheiden.

Angesichts stetig steigender Zahlen von Spätabtreibungen bildet die psychosoziale Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik weiterhin einen Schwerpunkt in den   katholischen Beratungsstellen. SkF und Caritas plädieren hier gegen eine Pflichtberatung bei medizinischer Indikation. Denn unsere Erfahrungen zeigen, dass die freiwillig anzunehmende Beratung für die betroffenen Familien hilfreicher ist, um eine tragfähige Entscheidung zugunsten des Lebens ihres ungeborenen Kindes zu treffen.

Einen großen Raum nimmt nach wie vor die präventive Beratung ein, weil die Zahl der oft ungewollten Schwangerschaften von Minderjährigen stetig ansteigt.

Um das umfassende Angebot der katholischen Schwangerenberatung zu sichern, werden die Beratungsstellen seit 2001 zu 100 Prozent von den bayerischen Bischöfen finanziert. Die Beratungsstellen im System der staatlich anerkannten Beratung erhalten in Bayern dagegen zu 95 Prozent staatliche und kommunale Mittel. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Juli 2004, das festlegt, dass im Sinne der Sicherung des pluralen Angebots die von der katholischen Kirche getragenen Beratungsstellen und diejenigen des Vereins Donum Vitae nicht dieselbe weltanschauliche Ausrichtung haben, stünde unseren Beratungsstellen eine staatliche Förderung zu. Diese wäre auch angemessen, um den Beitrag der Kirche zum Lebensschutz nicht nur zu würdigen, sondern auch dauerhaft zu sichern.

München, 15. März 2005

Margarete Richardi
Vorsitzende