Die Zahl der ratsuchenden Frauen und Männer zu Fragen rund
um die Schwangerschaft war auch im Jahr 2007 sehr hoch.
In die 23 Beratungsstellen des
Sozialdienst
katholischer Frauen und der Caritas in Bayern kamen rund 15026 Menschen, die
Beratung und Hilfe benötigten.
Die Anzahl der Beratungskontakte war allerdings doppelt so hoch. Grund dafür
sind unter anderem die Veränderungen in den sozialen Sicherungssystemen, aber
auch Zukunftsängste und psychische Problemkonstellationen.
Ein weiteres erfolgreiches Angebot der katholischen
Beratungsstellen neben den persönlichen Gesprächen stellten die Beratungen im
Internet dar.
Über 250 Klientinnen und Klienten konnten mit der Online-Beratung zu den
vielfältigen Fragen rund um die Schwangerschaft erreicht werden. Diese relativ
neue Form der Beratung hat sich gut etabliert. Der
niedrigschwellige
Zugang und die schnelle Erreichbarkeit ohne zeitlichen Mehraufwand werden
besonders von jüngeren Frauen und Männern geschätzt und genutzt. Eine
Ausweitung des Angebots ist geplant. Sie ersetzt jedoch nicht das persönliche
Beratungsgespräch.
Im Bereich der Prävention in Schulklassen und Jugendgruppen
zeigte sich auch 2007, dass nach wie vor großer Bedarf an ergänzender
Sexualpädagogik bestand.
Rund 10.000 Jugendliche wurden mit Angeboten zu unterschiedlichen
Themenstellungen erreicht. Die Arbeit mit den Mädchen und Jungen ist ein
wichtiger und ergänzender Baustein in der Gewissens- und Wertebildung der
jungen Menschen.
Als neues Thema wurde in 2007 die Frage des spezifischen Beitrags der
Schwangerenberatung im Netzwerk früher Hilfen aufgegriffen. Ganz im Sinne der Frühen
Hilfen erreichen die Beratungsstellen Familien zu einem sehr frühen Zeitpunkt
und können so Belastungssituationen erkennen und kritischen Entwicklungen
entgegensteuern. Die Schwangerenberatungsstellen verfolgen hierbei das Ziel,
ihre Kompetenz in die Netzwerke früher Hilfen zu verorten. Hierdurch entstehen
unter anderem neue Kooperationsformen zur Kinder- und Jugendhilfe wie auch neue
Kooperationen mit dem Gesundheitssystems, z.B. den Hebammen.
München, 14. April 2008
Elisabeth
Maskos
Landesvorsitzende