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Pressemitteilung Sozialdienst katholischer Frauen, |
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Präsentation der Werbeaktion für die "Katholischen Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen" in Bayern |
Seit mehr als 25 Jahren leisten der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und die Caritas in Bayern durch ihre Schwangerenberatungsstellen einen wichtigen Dienst für Frauen, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft Beratung und Hilfe suchen. Da SkF und Caritas sich als Wesens- und Lebensäußerung der katholischen Kirche verstehen, führen sie seit dem 1. Januar 2001 als "Katholische Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen" ihre anerkannt gute Arbeit in 21 von bisher 24 Beratungsstellen fort, ohne eine Beratungsbestätigung auszustellen. Sie erfüllen also weiterhin eine originäre Aufgabe der Kirche, indem sie für den Schutz und die Würde des ungeborenen Kindes eintreten und schwangeren Frauen und ihren Familien Perspektiven im alltäglichen Lebensvollzug erschließen. Es sind die Beratungsstellen von SkF und Caritas, die in Bayern im pluralen Angebot die katholische Kirche vertreten.
Das Beratungs- und Hilfeangebot richtet sich wie bisher an Frauen, Paare und Familien in Not- und Konfliktlagen während einer Schwangerschaft und nach der Geburt eines Kindes, somit auch an Frauen in einem existentiellen Schwangerschaftskonflikt. Frauen nach einer Fehl- oder Totgeburt oder frühem Kindstod, wie auch Frauen mit psychosozialen Problemen nach einem Schwangerschaftsabbruch bleiben eine Zielgruppe der Beratungsarbeit. Verstärkt werden in Zukunft Frauen im Zusammenhang mit pränataler Diagnostik und bei zu erwartender Behinderung des Kindes beraten. Frauen, Männer, Familien und Jugendliche mit Fragen zur Sexualität, Familienplanung und Empfängnisregelung erhalten im Rahmen von Prävention Beratung und Informationen.
Die Angebote in der Schwangeren - und Familienberatung beziehen sich auf alle Fragestellungen und Problemlagen "rund um die Schwangerschaft" und sollen die entsprechende Beratung und Unterstützung bieten. Zur Erfüllung aller Aufgaben ist die Vernetzung mit pastoralen Diensten, kirchlichen Gremien sowie verschiedenen Bildungseinrichtungen und Beratungsdiensten unverzichtbar. Nachdem in den vergangenen Jahren fast die Hälfte aller Gelder aus der Landesstiftung "Hilfe für Mutter und Kind" durch katholische Beratungsstellen an schwangere Frauen vermittelt wurden, ist es für die Beraterinnen besonders wichtig, dass dies auch in Zukunft gewährleistet ist.
Die bayernweite Werbeaktion, die SkF und Caritas im Auftrag von Kardinal Wetter entwickelt haben und Ihnen heute präsentieren, soll für eine breite Öffentlichkeit verdeutlichen, dass wir engagiert und fachkundig beraten und helfen. In diesem Sinn sind auch das Plakat und der Folder gestaltet. Ganz bewusst wollen wir kein bestimmtes Frauenbild, keine heile Familienwelt und kein idealisiertes Kinderbild vermitteln. Vielmehr soll die Situation einer schwangeren Frau sichtbar gemacht und auf das Beratungsangebot der Katholischen Beratungsstellen aufmerksam gemacht werden. Die Werbung richtet sich in erster Linie an Frauen, ihre Ehemänner, ihre Partner und ihre Familien, die rund um die Schwangerschaft Beratung und Hilfe suchen. Sie sollen wissen, dass die Katholischen Beratungsstellen wie bisher für sie ein verlässlicher Partner sind, wenn sie durch eine Schwangerschaft in eine Not- und Konfliktlage kommen.
Die bayerische Kampagne richtet sich aber auch an die unterschiedlichen Kooperationspartner der Beratungsstellen, z.B. an Ärzte, Gesundheitsämter, soziale Einrichtungen und Pfarrgemeinden. So leiten wir allen in Bayern niedergelassenen Gynäkologen und Allgemeinärzten unser Werbematerial zu mit der Bitte, ihre Patientinnen, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft in einer Not- und Konfliktlage sind, in unsere Beratungsstellen zu vermitteln. Auch alle bayerischen Kommunen, Landratsämter und Pfarrgemeinden werden durch Zusendung unserer Werbematerialien über die Fortführung unserer Arbeit informiert und um ihre Unterstützung gebeten.
Wir werden den Freiraum, den wir jetzt gewonnen haben, im Interesse der Frauen und ihrer Kinder nutzen und gestalten. Damit folgen wir auch dem Appell von Kardinal Wetter, mit vereinten Kräften für den Schutz des Lebens der ungeborenen Kinder zu arbeiten.
München, den 10. Januar 2001
Margarete Richardi, Vorsitzende